Eine konsequente Einhaltung der Therapievorschriften ist das A und O.
Tipps für gute Therapietreue
Was die tägliche Medikamenteneinnahme erleichtern kann:
Um sicherzustellen, dass Sie die richtige Medikamenten-Dosis erhalten und um Ihre Symptome sowie den Kupferspiegel angemessen zu kontrollieren, wird Ihre Ärztin bzw. Ihr Arzt Ihr Blut und Ihren Urin in regelmäßigen Abständen untersuchen.
Im Blut sind v. a. die Kupfer- und Coeruloplasminmenge sowie die Leberwerte entscheidend. Ein allgemeines Blutbild ist ebenfalls Standard. Im Urin interessiert die Ärztin bzw. den Arzt v. a. die Kupfermenge.
Diese Untersuchungen sowie die allgemeine Überwachung Ihrer Gesundheit und die regelmäßigen Gespräche mit Ihrer Ärztin bzw. Ihrem Arzt sind wichtig – auch wenn es Ihnen gut geht und Sie gerade keine Beschwerden haben.
Die Termine tragen dazu bei, dass Ihre Therapie optimal verläuft und es Ihnen dauerhaft gut geht. Nehmen Sie die Kontrolltermine daher stets wahr. Vereinbaren Sie bei jedem Arzttermin am besten immer sofort einen Folgetermin.
Bei Kindern und Jugendlichen wird die Ärztin bzw. der Arzt häufiger Kontrollen durchführen, um sicherzustellen, dass ihre Kupferspiegel auf einem Wert gehalten werden, der für ein normales Wachstum und eine normale geistige Entwicklung angemessen sind.
Zusätzlich zu den Blut- und Urintests sollten regelmäßig weitere Untersuchungen erfolgen. Dazu zählen v. a. ein Ultraschall des Bauches, insbesondere der Leber, sowie Untersuchungen auf neurologische und psychiatrische Symptome. In größeren Abständen sollte auch ein MRT des Kopfes gemacht werden. So können der Morbus Wilson und der Therapieerfolg noch besser kontrolliert und das etwaige Auftreten bzw. die Verschlechterung von Symptomen und Erkrankungen frühzeitig erkannt werden.
Dabei kann es hilfreich sein, ein Tagebuch über das Befinden zu führen und dieses bei den Kontrolluntersuchungen vorzulegen.
Welche Untersuchung wann sinnvoll ist und in welcher Fachpraxis Sie diese durchführen lassen können, bespechen Sie mit der Ärztin bzw. dem Arzt, die bzw. der Sie hauptsächlich behandelt.

Je früher der Morbus Wilson diagnostiziert und behandelt wird, desto weniger überschüssiges Kupfer lagert sich im Körper ab und desto weniger Schaden kann es anrichten. Die Therapie sollte daher möglichst früh, unmittelbar nach Diagnose, unabhängig von den Symptomen begonnen werden.
So können das Fortschreiten der Erkrankung und die Entwicklung schwerer Schäden verhindert sowie eine normale Lebenserwartung erreicht werden.
Warum mangelnde Therapietreue schwerwiegende Folgen hat
Morbus Wilson ist eine lebenslange Erkrankung und die medikamentöse Therapie muss ebenfalls lebenslang erfolgen – und zwar kontinuierlich und genau wie von der Ärztin bzw. dem Arzt verordnet.
Durch die lebenslange Einnahme von Medikamenten können das Fortschreiten des Morbus Wilsons, das Auftreten von Symptomen und Erkrankungen, die Verschlimmerung eventuell schon bestehender Symptome und Erkrankungen sowie teils nicht rückgängig zu machende Schäden verhindert werden.
Dies ist wichtig zu erwähnen, da sich Betroffene ohne Symptome teils gesund und sicher wähnen und das Gefühl haben, dass sie ihre Morbus Wilson-Medikamente nicht oder nicht so genau einnehmen müssen.
Das könnte Sie auch interessieren …
Quellen:
Członkowska A et al. Wilson disease. Nat Rev Dis Primers. 2018;4:21.Deutsche Gesellschaft für Neurologie. Leitlinien für Diagnostik und Therapie in der Neurologie, Kapitel: Extrapyramidalmotorische Störungen – Morbus Wilson. Entwicklungsstufe: S1. Stand: September 2012. AWMF-Registernummer: 030/91, wird zurzeit überprüft (04.03.2023).
European Association for the Study of the Liver. EASL Clinical Practice Guidelines: Wilson‘s disease. J Hepatol. 2012;56:671-685.
Ferenci P et al. Diagnosis and phenotypic classification of Wilson disease. Liver Int. 2003;23:139-142.
Pfeiffer RF. Wilson‘s disease. Handb Clin Neurol. 2011;100:681-709.
Pfister ED. Morbus Wilson: Was ist gesichert in Diagnostik und der Therapie? [Wilson‘s disease: What has been confirmed in diagnostic and therapy?]. Internist (Berl). 2017;58:1233-1241.
Texte: KI-unterstützt.
DE-ORPH-CORP-26002 (06/26)

